Letzten Freitag ging es früh morgens um 5:10Uhr auf den Ausflug zum Rangers Camp mit 28 Kollegen aus meiner Abteilung. Eigentlich ging es erst eine halbe Stunde später los, weil das Taxi (natürlich) Verspätung hatte. Um halb sieben kamen wir dann am Treffpunkt an, wo wir mit den anderen in einen Bus gestiegen sind. Dann folgten 6 Stunden Fahrt, wobei wir lediglich 250km gefahren sind. Jedoch waren die Straßen teilweise so schlecht, dass wir nur im Schneckentempo vorankamen. Wir haben uns die Zeit aber mit ein paar Filmen und lustigen Spielchen vertrieben wie Filmtitel-Pantomime-Raten. Zwischendurch haben wir in einem sehr einfachen Restaurant gefrühstückt.
Das Ziel war die Bergregion Kemmangundi in 1434m Höhe. Ein landschaftlich sehr schönes, verschlafendes Fleckchen Erde. Dort angekommen gab es ersteinmal Mittagessen. Das Rangers Camp bot uns eine einfache Unterkunft mit schlechtem indischen Essen. Auch die indischen Kollegen haben sich über das Essen beschwert, aber man ist satt geworden. Anschließend haben wir dann Cricket gespielt. Und endlich habe ich zumindest die wichtigsten Regeln dieses Sports begriffen und es macht eigentlich auch Spaß, aber man sitzt oder steht auch einfach viel herum und wartet, bis man dran ist oder der Ball in seine Richtung fliegt. Ich habe zumindest 2 runs geschafft, was für den Anfang gar nicht so schlecht ist.
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| Indien - Rangers Camp |
Abends ging es dann zu einem Sunset-Point, bei dem man, wie der Name schon sagt, wunderschön den Sonnenuntergang beobachten kann. Wir kamen allerdings zu spät! Eigentlich sind wir immer später losgefahren als geplant, was wohl einfach an der indische Art und Weise liegt.
Wieder im Rangers Camp angekommen, haben wir uns um ein Lagerfeuer versammelt, getrunken, gesungen und Spielchen gespielt. Alex und ich haben den Indern auch beigebracht "Viva Colonia" zu singen und dies auf einem Video festgehalten:
Am nächsten Morgen hieß es um sechs Uhr aufstehen, da es um sieben Uhr zu einem Wasserfall gehen sollte. Allerdings war um sieben immmer noch nicht das Frühstück fertig, so dass es schon fast acht war, bevor wir mit dem Bus losgefahren sind. Über schmale, kurvige und schlechte Straßen ging es durch die Berge, bis wir mit dem Bus nicht mehr weiterkamen. Wir mussten dann in Jeeps umsteigen, die uns die letzten acht Kilometer über wirklich abenteuerliche Straßen in die Wildnis gebracht haben. Ach, was sag ich - Straßen konnte man das gar nicht nennen und die Pritschen im Jeep waren unglaublich unbequem. Die letzten zwei bis drei Kilometer mussten dann zu Fuß zurückgelegt werden. Plötzlich endete der Weg allerdings in einem Bach. Da hieß es dann Schuhe aus und barfuß weiterlaufen. Dem ersten Bach folgten noch zwei weitere und die Durchquerung war gar nicht einfach, da der Untergrund sehr glitschig war. Bei einigen waren nachher auch nicht nur die Füße nass. Zudem wimmelte es dort vor kleinen Blutegeln! Auch mich hat einer zwischen den Zehen erwischt. Wir hatten allerdings eine Flüssigkeit dabei, die die Blutegel sofort wieder abfallen ließ. Einem Kollegen sind allerdings mehrere Egel in die Hose gekrochen, so dass er sie ausziehen musste und die ganze Zeit über nicht mehr anziehen konnte.
Irgendwann sind wir dann an einem wunderschönen Wasserfall angekommen. Die meisten Kollegen sind auch am Wasserfall baden gegangen. Alex und ich haben es uns aber verkniffen, weil das Wasser A***hkalt war. Auf dem Rückweg mussten wir natürlich wieder durch die Bäche, aber alle sind wohlbehalten wieder bei den Jeeps angekommen. Dort habe ich auch ein paar Affen herumturnen sehen.
Wieder zurück im Rangers Camp gab es Mittagessen und anschließend wurde noch das Finalspiel im Cricket ausgetragen. Meine Mannschaft hat allerdings verloren. Danach ging es dann wieder 6 Stunden lang zurück nach Bangalore. In Bangalore sind Alex und ich dann noch in ein schickes Restaurant gegangen, um uns von dem schlechten Essen zu erholen.
Auf das indische Oktoberfest habe ich es am Sonntag leider nicht mehr geschafft, weil ich mal einen Tag entspannen musste. Allerdings fühlten sich die Leute, mit denen ich eigentlich dahin gehen wollte, auch nicht in der Lage, weil sie am Vorabend schon da waren.

