Dienstag, 8. Januar 2008

Mit Julia, Papa und Burkhard in Agra

Am 30.12. ging es früh morgens von Delhi aus mit Zug nach Agra. Warum? Natürlich wegen dem Taj Mahal, eines der sieben neuen Weltwunder. Dort ging es auch direkt nach der 4 1/2 stündigen Fahrt hin. Wir haben uns wieder ein Taxi für den ganzen Tag gemietet. Für nicht einmal 20€ die bequemste Art , sich in einer Stadt zu bewegen. Zudem konnten wir unser Gepäck die ganze Zeit im Taxi lassen, da wir nachmittags weiter nach Jaipur gefahren sind. Das letzte Stück haben wir dann in Fahrradrikschas zurückgelegt.

Das Taj Mahal ist das Grabmal der Hauptfrau des Großmoguls Shah Jahan, die 1631 gestorben ist. Allerdings wurde später auch der Mogul selbst im Taj Mahal beigesetzt.

Ich muss allerdings sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Besonders da ich am Vortag den Akshar Dham Tempel besichtigt hatte, der wesentlich beeindruckender war. Gut, das Taj Mahal ist 360 Jahre älter, aber es hat mich trotzdem nicht so fasziniert, wie ich es von einem Weltwunder erwartet hätte. Und den Anderen ging es ähnlich. Schön ist es aber trotzdem.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann noch zum Roten Fort von Agra. Das ist eine Befestigungsanlage aus rotem Stein, in der man ein wenig herumlaufen und einen herrlichen Ausblick auf das Taj Mahal genießen kann. Im Fort wimmelte es aber leider von Touristen, da momentan nun einmal Hauptsaison in der Gegend ist.


Eigentlich hatten wir bereits Zugtickets für die Weiterfahrt nach Jaipur gekauft, aber da wir früher als erwartet mit unserer Sightseeing-Tour fertig waren, haben wir uns entschlossen, mit einem Taxi zu fahren. Und das hat sich gelohnt, denn die Fahrt war eine aufregende Erfahrung. Die ca. 230km legten wir fast ausschließlich in einer Baustelle zurück, da momentan ein Highway zwischen den beiden Städten gebaut wird. Das hieß, dass wir ständig mit Bauschutt oder ähnlichem auf der Straße rechnen mussten und einem durchgehend Geisterfahrer entgegen kamen, weil nur eine Fahrbahn befahrbar war (oder man war selbst als Geisterfahrer unterwegs). Und die zweite Hälfte der Strecke haben wir sogar im Dunkeln zurückgelegt. Jetzt weiss ich auch, warum viele sagen, dass es zu gefährlich ist, nachts auf den Straßen des goldenen Dreiecks unterwegs zu sein. Alle 500m musste unser Fahrer halbe Vollbremsungen hinlegen. Wir waren dann doch ein wenig froh, als wir nach fünf Stunden unbeschadet Jaipur erreichten.

Fortsetzung folgt mit Jaipur und Mumbai...