Am 28. Dezember ging es früh morgens mit dem Flieger von Bangalore nach Delhi. Was uns sofort in Delhi auffiel, dass die Straßen wesentlich breiter, aber auch wesentlich leerer sind als in Bangalore. Ansonsten unterscheiden sich die Städte nicht so sehr voneinander und das trotz einer Entfernung von ca. 1700km. Allerdings sollte eher Delhi den Namen "Garden City" tragen, da sie wesentlich grüner ist und die Parks wesentlich gepflegter sind als in Bangalore. Und Sehenswürdigkeiten hat Delhi natürlich auch mehr zu bieten. Sie ist aber auch mehr als doppelt so groß (ca. 12,8 Mio Einwohner).
Unser Hotel Madonna war zwar halbwegs sauber, aber sonst nichts besonderes. Aber wir brauchten es ja eh nur zum Schlafen.
Am ersten Tag haben wir uns den Qutab Minar, den Lotus Temple und Humayuns Grab angeschaut. Der Qutab Minar ist ein 72m hoher Turm, den sich ein Herr Qutub-ud-din Aibak 1193 hat bauen lassen hat, damit sein Name nicht in Vergessenheit gerät (Minderwertigkeitskomplexe?).
Anschließend ging es zum Lotus Tempel. Der Tempel sieht halt aus wie eine Lotusblüte und gehört zur Bahai Religion. Da es am Tempel aber nur so von Touristen wimmelte, haben wir es gelassen, den Tempel zu betreten.
Dann ging es noch zu Humayuns Grab. Das ist natürlich nicht einfach ein kleines Beet mit einem Grabstein drauf, sondern ein riesiger Palast. Dieser diente als Prototyp für das Taj Mahal.
Abends sind wir dann zum Connaught Place gefahren. Das ist ein riesiger Kreisverkehr, in dem ein Park angelegt ist. Um den Kreis herum gibt es unzählige Geschäfte und Restaurants. Uns zog es an dem Abend ins Thank God its Friday. Dummerweise gab es in dem Ami-Restaurant kein Rindfleisch. Im T.G.I.F. in Bangalore gibt es das. Aber wir wurden trotzdem satt (es gibt ja schließlich noch andere leckere Tiere).
Am zweiten Tag haben wir dann einen Abstecher ins sehr pompöse Regierungsviertel und zum India Gate gemacht. Dort habe ich zum ersten Mal einen "Schlangenbeschwörer" live gesehen. Allerdings hat er sich nicht einmal die Mühe gemacht, so zu tun, als würde die Schlange wirklich auf die Musik reagieren.
Dann ging es zum wirklich beeindruckenden Akshar Dham Tempel. Leider konnten wir keine Fotos machen, da die Sicherheitsbestimmungen unglaublich hoch waren. Wir konnten froh sein, dass wir unsere Klamotten anbehalten durften :) Der Tempel wurde erst 2005 eröffnet und ist bestimmt der einzige Hindu-Tempel mit einem eigenen IMAX-Kino. Das riesige Gelände ist mit viel Liebe zum Detail angelegt worden und am Hauptgebäude ist wirklich jeder einzelne Quadratzentimeter mit aufwendigen Verzierungen geschmückt. Meiner Meinung nach ist dieser Tempel wesentlich sehenswerter als das Taj Mahal.
Anschließend ging es zur Jama Masjid, der größten Moschee Indiens. Die Moschee besteht aus einem großen Gebäude und einem ummauerten Vorplatz. Ein wenig ekelig war, dass der ganze Platz mit Taubenkacke übersät war, man aber vor dem Betreten die Schuhe ausziehen musste. Doch anstatt etwas gegen die Tauben zu unternehmen, werden sie auch noch gefüttert.
Danach hatten wir genug von Sightseeing und sind über den Basar an der Jama Masjid zurück zum Hotel gefahren.
Später haben wir uns dann am Connaught Place wieder ein nettes Restaurant (Rodeo) gesucht.
Fortsetzung folgt mit Agra, Jaipur und Mumbai...
Freitag, 4. Januar 2008
Mit Julia, Papa und Burkhard in Delhi
Posted by Nico Peters at 13:48
